Pfifferlinge

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Manche Bilder sprechen für sich selber – und wie man ein richtiges Pfifferling-Gulasch zubereitet, darüber gibt es die verschiedensten Ansichten. Wir empfehlen folgende Variante:

Etwas Zwiebel und fein gewürfelten Speck in einer Pfanne anrösten, die sorgfältig geputzten Pfifferlinge dazu geben, mit Weißwein ablöschen und nur kurz  dünsten, damit sie nicht zu weich werden. Mit Pfeffer und Salz und gegebenenfalls mit etwas Petersil würzen, evt. mit etwas Rahm angießen und servieren.

Uns schmeckt dazu am besten ein klassischer Serviettenknödel, aber natürlich sind auch Bandnudeln, Reis oder einfach ein gutes Stück Brot eine passende Beilage.

 

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Sommerfrische statt Hitzestau

Wenn vor zweitausend Jahren die Sommerhitze ein Leben in der Großstadt Rom unerträglich machte, zogen sich die Mitglieder der Oberschicht auf ihre Landgüter in den Albaner Bergen oder in der Toskana zurück. So schreibt der Politiker und Schriftsteller G. Plinius der Jüngere:

„Refugeram in Tuscis, ut omnia ad arbitrium meum facerem“, d.h.: “ Ich hatte mich auf mein Landgut (in Etrurien) zurückgezogen, um endlich alles nach meinen Vorstellungen machen zu können!“

Ähnliches gilt für das Wiener Großbürgertum des 19. Jahrhunderts, das – dem Beispiel der kaiserlichen Familie folgend – vor der Hitze, dem Gestank und den Krankheiten, die das Leben in der Großstadt dominierten – mit Sack und Pack ins Salzkammergut übersiedelte. Auch Sigmund Freud verbrachte den Sommer mit seiner Familie gerne in den Bergen, so etwa in Dreikirchen bei Barbian in Südtirol oder – im Jahre 1911 – auf dem Ritten, wo seit dem 17. Jahrhundert das Bozner Bürgertum die Sommerzeit verbrachte und als eigentliche Erfinderin des Begriffs „Sommerfrische“ gilt. In einem Brief an C.G. Jung schrieb der Begründer der Psychoanalyse:

„Lieber Freund, hier auf dem Ritten ist es göttlich schön und behaglich. Ich habe eine unerschöpfliche Lust zum Nichtstun, temperiert durch zweistündige Lektüre in neuen Dingen, bei mir entdeckt und mag nicht daran denken, dass der nächste Monatsanfang wieder die schwere Arbeit bringen soll.“

Zweifellos setzt der Klimawandel auch dem Alpenraum zu, und im Inntal waren in der letzten (Juni)Woche Tageshöchsttemperaturen von 33 Grad im Schatten die Regel. Auf über 1500 Metern bleibt man aber nicht nur vor extremen Tagestemperaturen verschont, es kühlt auch nachts angenehm ab. Während im Mittelmeerraum vor der zunehmenden Subtropisierung gewarnt wird und die Wassertemperatur in Ligurien bereits im heurigen Juni um 5 Grad über dem Durchschnitt von 20 Grad liegt, ist Niederthai ein geradezu idealer Ort, um sich auf den guten alten Brauch der Sommerfrische zu besinnen und einen Familienurlaub abseits von Hitze, Hektik und überfüllten Stränden zu verbringen.

Gerade im August, in denen sich in den Großstädten die Hitze staut und Italien unter dem Verkehrswahnsinn des Ferragosto stöhnt,  ist Niederthai – fern von allen Verkehrswegen und trotzdem bestens erschlossen – das perfekte Refugium für Menschen aller Generationen,  die ihre Urlaubszeit im Sommer zur ganzheitlichen Erholung nutzen wollen.

Anders als in vergangenen Zeiten ist die Sommerfrische aber nicht den Eliten vorbehalten. Vielmehr ist es eine Frage der Individualität und der Vorliebe für das Besondere, ob man die Sommerfrische dem Hitzestau vorzieht und – ganz wie Sigmund Freud – einer neu entdeckten Lust am Nichtstun frönt – oder der Wanderlust, der in Niederthai bestenfalls konditionelle Grenzen gesetzt sind.

 

 

Tiroler Marillenknödel Wettessen

Heute hängen dicke Nebelschwaden bis ins Tal herunter und der Sinn steht uns nach etwas Süßem.

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Bei unserem wöchentlichen Einkauf im Bioladen haben wir die allerersten süßen Marillen entdeckt. Marillendumplingwettessen!!! That’s it!

Die Marillen waschen und gut abtrocknen — auf den obligatorischen Würfelzucker oder das Marzipan anstelle des Kerns verzichte ich. Ich mag es ganz besonders, wenn sich  der leicht säuerliche Geschmack der Früchte mit den süßen Zimt-Bröseln vermischt. Ein paar riesige Erdbeeren aus unserem Gemüsegarten…könnten auch ganz gut schmecken.

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Die Schüssel ist übrigens aus der grandiosen Porzellanwerkstatt von Thomas Bertold in Innsbruck (www.porzellanwerkstatt.at)

100g weiche Butter mit 2 Eiern und etwas Salz schaumig rühren, 500 g Topfen dazu + 8 gehäufte Esslöffel Mehl + 4 gehäufte Esslöffel Brösel unterheben und ca. 1h kühl stellen.

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Ordentlich viel Wasser zum Kochen bringen, Knödel rollen und ca. 12 min in gesalzenem Wasser sieden. Abtropfen lassen und in gerösteten ZimtZuckerBröseln wälzen.  Mmmmh.

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Teller: Hallstatt Keramik

Genau das richtige bei diesem Sauwetter.

Sieger bei unserem Wettessen war übrigens der Jüngste (10,8 Jahre alt) in der Runde —    wie viele Marillen-Dumplings er geschafft, darf ich aber nicht verraten! ZU peinlich!

Nachhaltigkeit und Langlaufen

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Langlaufen ist eine der nachhaltigsten Wintersportarten. Das betrifft die Loipenpflege und den sorgsamen Umgang mit der Landschaft ebenso wie den Gesundheitseffekt.

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Im Langlaufparadies Niederthai ist dieser elegante Ausdauersport sowohl in der klassischen als auch in der Skating-Variante möglich …

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….. vom frühen Morgen …

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… bis nach Sonnenuntergang  …..

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Larchzieh’n 2015

Heute stand Umhausen nach fünfjähriger Pause wieder ganz im Zeichen des Larchziehens.

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Nicht nur in Tirol, sondern auch in anderen Teilen Österreichs und quer durch Europa finden sich Formen dieses Rituals. So ist das Blochziehen (Bloch = Baum) auch in Deutschland, der Schweiz, Dänemark oder England Brauch. Die Tradition als solche reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Ursprünglich wurde jährlich von der Gemeinde, der Kirche oder einem Grundherrn ein Baum, meist eine Lärche, gestiftet, der als Brennholz verkauft wurde. Die erste Erwähnung eines Blochziehens in Tirol stammt aus dem Jahr 1460 und zwar in einem Rechnungsbuch von Herzog Sigmund dem Münzreichen. Im Mittelalter wurden unverheiratete erwachsene Frauen, die keinen Bräutigam gefunden hatten, vor den Bloch gespannt und verhöhnt. Der Herzog gab den Frauen von Hötting, die bei „Anpruggen“ (dem heutigen St. Nikolaus) und aus der Neustadt (Maria Theresien-Straße) am Aschermittwoch(!) den „Plock“ oder „Ploch“ zogen, zwei rheinische Gulden. 1473 nahmen sogar die „edelsten Leute“, so auch die Gemahlin des Herzogs, Eleonore von Schottland, daran teil. In vielen weiteren Urkunden wird von „Weibern“ und Mädchen berichtet, die vor dem Bloch gespannt wurden. In der Neuzeit übernahmen dann ledige Männer das Ziehen, um sich der Damenwelt von ihrer besten Seite zu zeigen.

In unregelmäßigen Jahresabständen (letztmalig 2010) findet auch in Umhausen das Larchziehen statt, an dem die Junggesellen des Dorfs teilnehmen. Der älteste Ledige darf den ausgesuchten Lärchenbaum, heuer eine Lärche mit 115 cm Durchmesser, am Tag vor dem Umzug anschneiden. Allerdings muss der Baum über Nacht streng bewacht werden, damit nicht spitzfindige „Konkurrenten“ (im schlimmsten Fall sogar Weiberleut!) den Wipfel abschneiden. Beim Umzug mit verschiedenen Wägen (Poppenwagen, Plunderführe, Hochzeitskutsche u. a.) steht die „Büebmhochzeit“, eine volkstümliche Persiflage auf die Eheschließung, im Zentrum.

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Am Schluss wird der Baum, auf dem der älteste Junggeselle steht und das Kommando gibt, von den ledigen Burschen durch den Ort gezogen. Ziel ist es, den mächtigen Stamm in einem Zug, ohne Stocken, durch das Dorf zu ziehen. Dabei darf der Wipfel weder beim Fällen noch beim Ziehen brechen, würden doch die Larchzieher in diesem Fall vom gesamten Dorf mit Hohn und Spott überschüttet.

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Literatur: Gapp, Hans (Hrsg.): Die großen Fasnachten Tirols. Innsbruck 1996. Haider, Friedrich: Fiss und sein Blochziehen (Prospekt) Dörrer, Anton: Tiroler Fasnacht innerhalb des alpenländischen Winter- und Vorfrühlings.

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Januarimpressionen

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Der Monat des doppelköpfigen Gottes Janus machte seinem Namenspatron bisher alle Ehre. Dementsprechend gab es im Januar bisher einige viel zu warme und vor allem schneearme Tage. Doch mittlerweile zeigt der Januar wieder sein winterliches Gesicht.