Nachhaltigkeit und Langlaufen

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Langlaufen ist eine der nachhaltigsten Wintersportarten. Das betrifft die Loipenpflege und den sorgsamen Umgang mit der Landschaft ebenso wie den Gesundheitseffekt.

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Im Langlaufparadies Niederthai ist dieser elegante Ausdauersport sowohl in der klassischen als auch in der Skating-Variante möglich …

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….. vom frühen Morgen …

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… bis nach Sonnenuntergang  …..

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Larchzieh’n 2015

Heute stand Umhausen nach fünfjähriger Pause wieder ganz im Zeichen des Larchziehens.

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Nicht nur in Tirol, sondern auch in anderen Teilen Österreichs und quer durch Europa finden sich Formen dieses Rituals. So ist das Blochziehen (Bloch = Baum) auch in Deutschland, der Schweiz, Dänemark oder England Brauch. Die Tradition als solche reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Ursprünglich wurde jährlich von der Gemeinde, der Kirche oder einem Grundherrn ein Baum, meist eine Lärche, gestiftet, der als Brennholz verkauft wurde. Die erste Erwähnung eines Blochziehens in Tirol stammt aus dem Jahr 1460 und zwar in einem Rechnungsbuch von Herzog Sigmund dem Münzreichen. Im Mittelalter wurden unverheiratete erwachsene Frauen, die keinen Bräutigam gefunden hatten, vor den Bloch gespannt und verhöhnt. Der Herzog gab den Frauen von Hötting, die bei „Anpruggen“ (dem heutigen St. Nikolaus) und aus der Neustadt (Maria Theresien-Straße) am Aschermittwoch(!) den „Plock“ oder „Ploch“ zogen, zwei rheinische Gulden. 1473 nahmen sogar die „edelsten Leute“, so auch die Gemahlin des Herzogs, Eleonore von Schottland, daran teil. In vielen weiteren Urkunden wird von „Weibern“ und Mädchen berichtet, die vor dem Bloch gespannt wurden. In der Neuzeit übernahmen dann ledige Männer das Ziehen, um sich der Damenwelt von ihrer besten Seite zu zeigen.

In unregelmäßigen Jahresabständen (letztmalig 2010) findet auch in Umhausen das Larchziehen statt, an dem die Junggesellen des Dorfs teilnehmen. Der älteste Ledige darf den ausgesuchten Lärchenbaum, heuer eine Lärche mit 115 cm Durchmesser, am Tag vor dem Umzug anschneiden. Allerdings muss der Baum über Nacht streng bewacht werden, damit nicht spitzfindige „Konkurrenten“ (im schlimmsten Fall sogar Weiberleut!) den Wipfel abschneiden. Beim Umzug mit verschiedenen Wägen (Poppenwagen, Plunderführe, Hochzeitskutsche u. a.) steht die „Büebmhochzeit“, eine volkstümliche Persiflage auf die Eheschließung, im Zentrum.

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Am Schluss wird der Baum, auf dem der älteste Junggeselle steht und das Kommando gibt, von den ledigen Burschen durch den Ort gezogen. Ziel ist es, den mächtigen Stamm in einem Zug, ohne Stocken, durch das Dorf zu ziehen. Dabei darf der Wipfel weder beim Fällen noch beim Ziehen brechen, würden doch die Larchzieher in diesem Fall vom gesamten Dorf mit Hohn und Spott überschüttet.

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Literatur: Gapp, Hans (Hrsg.): Die großen Fasnachten Tirols. Innsbruck 1996. Haider, Friedrich: Fiss und sein Blochziehen (Prospekt) Dörrer, Anton: Tiroler Fasnacht innerhalb des alpenländischen Winter- und Vorfrühlings.

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