Tiroler Marillenknödel Wettessen

Heute hängen dicke Nebelschwaden bis ins Tal herunter und der Sinn steht uns nach etwas Süßem.

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Bei unserem wöchentlichen Einkauf im Bioladen haben wir die allerersten süßen Marillen entdeckt. Marillendumplingwettessen!!! That’s it!

Die Marillen waschen und gut abtrocknen — auf den obligatorischen Würfelzucker oder das Marzipan anstelle des Kerns verzichte ich. Ich mag es ganz besonders, wenn sich  der leicht säuerliche Geschmack der Früchte mit den süßen Zimt-Bröseln vermischt. Ein paar riesige Erdbeeren aus unserem Gemüsegarten…könnten auch ganz gut schmecken.

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Die Schüssel ist übrigens aus der grandiosen Porzellanwerkstatt von Thomas Bertold in Innsbruck (www.porzellanwerkstatt.at)

100g weiche Butter mit 2 Eiern und etwas Salz schaumig rühren, 500 g Topfen dazu + 8 gehäufte Esslöffel Mehl + 4 gehäufte Esslöffel Brösel unterheben und ca. 1h kühl stellen.

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Ordentlich viel Wasser zum Kochen bringen, Knödel rollen und ca. 12 min in gesalzenem Wasser sieden. Abtropfen lassen und in gerösteten ZimtZuckerBröseln wälzen.  Mmmmh.

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Teller: Hallstatt Keramik

Genau das richtige bei diesem Sauwetter.

Sieger bei unserem Wettessen war übrigens der Jüngste (10,8 Jahre alt) in der Runde —    wie viele Marillen-Dumplings er geschafft, darf ich aber nicht verraten! ZU peinlich!

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Tundrastimmung im Grastal

Es ist wieder Herbst – und der verleiht der hochalpinen Landschaft eine karge Würde, die an die Tundra erinnert. Es ist Wanderzeit für ganz besondere Menschen, die es genießen, auch den rauheren Seiten der Natur zu begegnen – dem Nebel, dem Regen und den Farben des Herbstes, die über der Waldgrenze ihre eigene Intensität entfalten.

 

Nachhaltigkeit und Langlaufen

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Langlaufen ist eine der nachhaltigsten Wintersportarten. Das betrifft die Loipenpflege und den sorgsamen Umgang mit der Landschaft ebenso wie den Gesundheitseffekt.

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Im Langlaufparadies Niederthai ist dieser elegante Ausdauersport sowohl in der klassischen als auch in der Skating-Variante möglich …

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….. vom frühen Morgen …

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… bis nach Sonnenuntergang  …..

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Larchzieh’n 2015

Heute stand Umhausen nach fünfjähriger Pause wieder ganz im Zeichen des Larchziehens.

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Nicht nur in Tirol, sondern auch in anderen Teilen Österreichs und quer durch Europa finden sich Formen dieses Rituals. So ist das Blochziehen (Bloch = Baum) auch in Deutschland, der Schweiz, Dänemark oder England Brauch. Die Tradition als solche reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Ursprünglich wurde jährlich von der Gemeinde, der Kirche oder einem Grundherrn ein Baum, meist eine Lärche, gestiftet, der als Brennholz verkauft wurde. Die erste Erwähnung eines Blochziehens in Tirol stammt aus dem Jahr 1460 und zwar in einem Rechnungsbuch von Herzog Sigmund dem Münzreichen. Im Mittelalter wurden unverheiratete erwachsene Frauen, die keinen Bräutigam gefunden hatten, vor den Bloch gespannt und verhöhnt. Der Herzog gab den Frauen von Hötting, die bei „Anpruggen“ (dem heutigen St. Nikolaus) und aus der Neustadt (Maria Theresien-Straße) am Aschermittwoch(!) den „Plock“ oder „Ploch“ zogen, zwei rheinische Gulden. 1473 nahmen sogar die „edelsten Leute“, so auch die Gemahlin des Herzogs, Eleonore von Schottland, daran teil. In vielen weiteren Urkunden wird von „Weibern“ und Mädchen berichtet, die vor dem Bloch gespannt wurden. In der Neuzeit übernahmen dann ledige Männer das Ziehen, um sich der Damenwelt von ihrer besten Seite zu zeigen.

In unregelmäßigen Jahresabständen (letztmalig 2010) findet auch in Umhausen das Larchziehen statt, an dem die Junggesellen des Dorfs teilnehmen. Der älteste Ledige darf den ausgesuchten Lärchenbaum, heuer eine Lärche mit 115 cm Durchmesser, am Tag vor dem Umzug anschneiden. Allerdings muss der Baum über Nacht streng bewacht werden, damit nicht spitzfindige „Konkurrenten“ (im schlimmsten Fall sogar Weiberleut!) den Wipfel abschneiden. Beim Umzug mit verschiedenen Wägen (Poppenwagen, Plunderführe, Hochzeitskutsche u. a.) steht die „Büebmhochzeit“, eine volkstümliche Persiflage auf die Eheschließung, im Zentrum.

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Am Schluss wird der Baum, auf dem der älteste Junggeselle steht und das Kommando gibt, von den ledigen Burschen durch den Ort gezogen. Ziel ist es, den mächtigen Stamm in einem Zug, ohne Stocken, durch das Dorf zu ziehen. Dabei darf der Wipfel weder beim Fällen noch beim Ziehen brechen, würden doch die Larchzieher in diesem Fall vom gesamten Dorf mit Hohn und Spott überschüttet.

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Literatur: Gapp, Hans (Hrsg.): Die großen Fasnachten Tirols. Innsbruck 1996. Haider, Friedrich: Fiss und sein Blochziehen (Prospekt) Dörrer, Anton: Tiroler Fasnacht innerhalb des alpenländischen Winter- und Vorfrühlings.

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