Historisches

Unser Ferienhaus …

niederthai_blog_3.

… auf 1560 Höhenmeter im Tiroler Ötztal gelegen ist ein hochalpines Seitenflurhaus in Strickbauweise, wie es für das Ötztal früher typisch war. Heute stehen von den Häusern dieser Bauart nur noch wenige – eines von ihnen – ursprünglich aus der Gemeinde Sölden stammend – ist im Ötztaler Heimatmuseum in Lehn bei Längenfeld zu besichtigen. Dendrochronologische Untersuchungen des Instituts für Hochgebirgsforschung der Universität Innsbruck ergaben für Hölzer aus Niederthai 44 ein Schlagdatum zwischen 1625 und 1635 (http://www.similaun.net/besiedl.htm). Da bei alpinen Strickbauten das Holz vor der Verwendung nicht gelagert wurde, ist das Schlagdatum des Holzes im Allgemeinen auch das Baudatum des Gebäudes.

Das Seitenflurhaus hat den Eingangsbereich typischerweise auf der Schattseite, während Stube und Küche auf der Sonnseite gelegen sind. Der Küchenbereich war gemauert und hatte eine Gewölbedecke, wobei der offene Herd in der Mitte des Raumes stand. Der Rauch zog ursprünglich durch den Hausflur ab, sodass die Hölzer im Haus durch Rauch und Ruß gegen Schädlingsbefall konserviert wurden. Später wurde – auch zur Verminderung der Feuersgefahr – eine Rauchabzugsöffnung eingebaut.

Der gemauerte Ofen in der Stube wurde ebenfalls von der Küche aus befeuert.

Die Schlafkammern befanden sich im Obergeschoß und konnten durch kleine Öffnungen im Fußboden oder durch Schieber in den Wänden von der Stube „mitgeheizt“ werden.

Fotos © Haas

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